Legale Waffen in Deutschland

Schreckschusswaffen: Gaswaffen (Reizstoffwaffen) und Signalwaffen zur Selbstverteidigung

Die im Volksmund Schreckschusswaffen genannten Waffen sind Nachbildungen von echten Waffen, die keine Projektile sondern z.B. Gas oder Signal­munition verschießen. Sie besitzen im Lauf eine Sperre, die das Abschießen von scharfer Munition verhindert. Dagegen können Gase und Reizstoffe den Lauf verlassen. Sollbruchstellen sowie ein härteres Material des Laufes in der Waffe verhindern den Umbau zu einer scharfen Waffe.

Schreckschusswaffen gibt es in der Ausführung als Pistolen oder Revolver.

Man unterscheidet generell zwischen Gaswaffen und Signalwaffen.

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Gaswaffen

Durch eine Explosion beim Schießvorgang wird mit speziellen Patronen Tränengas (CS-Gas oder Pfeffer-Reizgas) freigesetzt, welches den Angreifer abwehren soll. Die Reichweite liegt dabei zwischen 3 und 4 Metern.

Signalwaffen

"Dies sind Schusswaffen mit einem Patronen- oder Kartuschenlager, die zum Verschießen von pyrotechnischer Munition bestimmt sind."
(WaffG 2002, Anlage 1)

In Deutschland benötigen legale Schreckschusswaffen das Prüfsiegel der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Dieses Prüfsiegel ist am Verschluss eingeprägt. Sie gelten als scharfe Schusswaffen und sind somit erlaubnispflichtig. Der Besitz von Schreckschusswaffen ohne PTB-Siegel ist strafbar.

Das Führen von Schreckschusswaffen außerhalb der eigenen vier Wände bedarf eines Kleinen Waffenscheins. Der Kleine Waffenschein wird unter gewissen Voraussetzungen bei der zuständigen Behörde gegen eine Gebühr unbefristet ausgestellt.

Voraussetzungen für die Erteilung des Kleinen Waffenscheins sind:

  • Volljährigkeit
  • Zuverlässigkeit (nicht vorbestraft)
  • persönliche Eignung

Weitere Hinweise zum kleinen Waffenschein:

  • Das Führen bei öffentlichen Veranstaltungen (Versammlungen, Demonstrationen, Fußballspiele, Jahrmärkte etc.) ist generell verboten.
  • Der Erwerb und Besitz dieser Waffen ist ab dem 18. Lebensjahr erlaubnisfrei.
  • Verboten ist das Schießen außerhalb von Schießstätten und außerhalb der Wohnung, der Geschäftsräume und des befriedeten Besitztums, außer in Fällen der Notwehr und des Notstands. Dieses gilt auch an Silvester.
  • Wer eine dieser Waffen ohne Kleinen Waffenschein führt, begeht eine Straftat, die mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht ist.

Generell ist das Schießen mit Schreckschusswaffen immer genehmigungspflichtig.

Es gibt allerdings Ausnahmen:

Ausnahmen gemäß § 12 Abs. 4 WaffG-neu:
  1. Notwehr, Notstand
  2. mit Signalwaffen bei Not- und Rettungsübungen
  3. mit Schusswaffen, aus denen nur Kartuschenmunition verschossen werden kann
    1. durch Mitwirkende an Theateraufführungen und diesen gleich zu achtende Vorführungen,
    2. zum Vertreiben von Vögeln in landwirtschaftlichen Betrieben
  4. im befriedeten Besitztum – mit Genehmigung des Inhabers des Hausrechtes – mit Schusswaffen, aus denen nur Kartuschenmunition verschossen werden kann,
  5. mit Schreckschuss- oder Signalwaffen zur Abgabe von Start- oder Beendigungszeichen im Auftrag der Veranstalter bei Sportveranstaltungen, wenn optische oder akustische Signalgebung erforderlich ist.

Auch an Silvester ist das Schießen nur auf dem eigenen Grundstück erlaubt. Auf anderen Grundstücken nur mit Genehmigung des Inhabers.

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